Musikverein Birkenfeld setzt ein musikalisches Zeichen für den Frieden
Dienstag, 23. Dezember 2025
Feierlich eröffnete der Musikverein Birkenfeld sein traditionelles Weihnachtskonzert am dritten Advent unter der Leitung von Dirigent Dirk Ost mit der Komposition „A Sign for Freedom“. Mit dieser Komposition wollte Thomas Asanger ein musikalisches Zeichen für Frieden und Freiheit setzen. Diese Thematik bestimmte auch den ersten Teil des Konzertprogrammes, so informierte Moderatorin Dagmar Orlian das Publikum nach der Begrüßung in der vollbesetzten evangelischen Kirche.

So folgte mit dem Hauptthema „A Gift of a Thistle“ aus dem Film „Braveheart“ James Horners Hommage an den schottischen Freiheitskämpfer William Wallace. Die Schönheit und Widerstandsfähigkeit der schottischen Nationalblume, der Distel, verpackte der Komponist dabei in eine getragene, anmutende Melodie.
Dem folgte „Ein bisschen Frieden“. 1984 reiste die damals 17-jährige Schülerin Nicole ins englische Harrogate, um Deutschland beim Grand Prix Eurovision zu vertreten. Mit diesem Lied sprach sie den Menschen aus den Herzen und gewann. Nach über 40 Jahren hat dieses Lied nicht an Aktualität verloren. Das Orchester begleitete Sängerin Celin Ost, die den gesanglichen Part mit Bravour übernahm.
Mozarts „Dona nobis pacem“ war die Grundlage für Ted Huggens‘ „Give us peace“. Als Besonderheit schrieb der Komponist ein Solo für Trompete mit Echo, diese Solostimmen übernahmen Melanie Seibert und Isabelle Ost eindrucksvoll als sie von der Empore spielten.
Als eines der schönsten und bekanntesten geistlichen Lieder kündigte die Moderatorin „Von guten Mächten“ an. Bonhoeffers vertontes Gedicht zeugt von Zuversicht und Hoffnung und auch hier begleitete das Orchester Celin Ost bei diesem besonderen Lied.
Der Titel „Wir ziehen in den Frieden featuring kids on stage“ rundete den ersten Teil des Konzertes ab und war gleichzeitig sein Höhepunkt. Udo Lindenberg schrieb dieses Lied mit Blick auf die vielen Kriege und die Rechte jedes einzelnen Menschen. Die „kids on stage“ des Konzerte waren Enya, Eva, Karla, Greta und Elisa. Sie lasen die Artikel aus dem Grundgesetz und der Menschenrechtserklärung vor und sangen als Chor zusammen mit Celin Ost. Dieser Beitrag wird vielen Konzertbesuchern sicherlich mit Gänsehaut in Erinnerung bleiben.
Danach gehörte die Bühne den Kleinsten des Vereins. Die Kinder der Musikalischen Früherziehung unter der Leitung von Katja Bock zeigten ihr Können bei dem Lied „Rudolf mit der roten Nase“ und der Klanggeschichte „Der Lebkuchenmann“. Dafür wurden sie mit großem Applaus belohnt.
Im Anschluss ehrte der stellvertretende Präsident des Kreismusikverbandes Heinz Wendel Isabelle Ost (10 Jahre), Britta Dreher (30 Jahre), Melanie Seibert (40 Jahre) und Klaus Lukas (60 Jahre) als aktive Musiker.
Den weihnachtlichen Teil eröffnete dann das Bläserensemble des Vereins mit dem „Andachtsjodler“. Gleich mit zwei Alphörnern (Hans Ströbel und Dirk Ost) spielte die Gruppe das Lied, das in Südtirol fester Bestandteil der Weihnachsandacht ist. Mit Peter Tschaikowskys „Nutcracker Suite“ folgte das nächste Highlight. Mit Leichtigkeit spielte das Orchester die verschiedenen Musikstile und entführte die Zuhörer zum märchenhaften Fest des Nussknackers und des Mädchens Klara.
Dann folgte mit Bryan Adams‘ „Christmas Time“ ein Ohrwurm, der aus den Radioprogrammen der Vorweihnachtszeit nicht mehr wegzudenken ist. Traditionell lud Moderatorin Dagmar Orlian dann das Publikum bei den Weihnachtsliedern „Tochter Zion“ und „Stille Nacht“ zum Mitsingen ein. Davon machte das Publikum auch tatkräftig Gebrauch. Martin Scharnagels „Sweet Bells Fantasy“ als feierliche Fantasie zu „Süßer die Glocken nie klingen“ ergänzte den Reigen der weihnachtlichen Stücke.
Das Publikum dankte am Ende mit langanhaltendem Applaus und stehenden Ovationen. Der Musikverein verabschiedete sich mit zwei Zugaben. Noch einmal erklang die fantastische Stimme von Celin Ost bei „All I want for Christmas“ und das Konzert endete obligatorisch mit „Rudolph the red-nosed reindeer“. Nach gut zwei Stunden verließen die Konzertbesucher die evangelische Kirche sichtlich beschwingt und bestens eingestimmt auf das bevorstehende Weihnachtsfest.
